Geld verdienen mit Responsive Webdesign

  • Statistik: Mobile Nutzer, mobile Einnahmen 2012 © Roland Vidmar

03.01.2013

Es ist kein Experiment, sondern ein - wenn auch kleines - Businessmodell, das ich mir mit der Webseite ride77.com zugelegt habe. Die Plattform rund um Pferdesport, Reiten, Ferien am Reiterhof und Urlaub auf Farmen wächst stetig und jedes Jahr.

Hurra ich habe ein Smartphone...

Android 1.6 als Betriebssystem auf meinem HTC-Gerät und natürlich wurden alle Browser, die ich gefunden habe, auf dem System sogleich installiert (bis der üble Telefonspeicherplatz dann voll war...). Im ersten Schritt war natürlich sofort der Gedanke, dass eine mobile Webseite für mein Portal ideal wäre. Mit der Konzeption einer solchen mobilen Webseite - am besten unter m.ride77.com (möglichst kurz, damit ich QR-Codes ideal verwenden kann) - war ich im Jahr 2008 irgendwann beschäftigt.

Realisierungszeitpunkt? Nie.

Die einfachste Geld-Verdienen-Möglichkeit: Google Adsense

Wahrscheinlich ist das Programm Google Adsense™ die einfachste und am weitesten verbreitete Möglichkeit im Internet Geld mit einer eigenen Webseite zu verdienen. Man darf sich natürlich nicht zu viel davon erwarten, denn die Klickraten liegen auch bei gut gemachten Websites oft nur bei 2 - 4 % (und das ist eigentlich schon sehr viel, wenn man typische Banner-Klickraten von Medienseiten kennt, die meistens eher im Bereich von 0,2 - 0,5 % liegen).

Positive Erfahrungen mit Responsive Webdesign

Im April 2012 unterzog ich meine Plattform rund um das Thema Reiten, Ausreiten, Urlaub mit Pferden einem Relaunch. Die bestehende Plattform stammte aus dem Jahr 2009. Ich hatte mich, wie oben schon beschrieben, einmal mit der Erstellung einer mobilen Website-Version befasst, schließlich ist gerade eine solche Plattform, die spontan oftmals von Touristen genutzt wird, die am Urlaubsort nach einem Reiterhof Ausschau halten, eben oft von mobilen Nutzern konfrontiert - dachte ich.

Geringe mobile Anteile im Jahr 2010...

Entgegen meiner Erwartung war die Statstik (Google Analytics™) allerdings anderer Meinung. Im Jahr 2010 waren nur 1,68 % der Nutzer mit mobilen Endgeräten auf der Plattform, offenbar also über 98 % der User immer noch "Desktop"-Basierend. Die Einnahmen (aus Werbeklicks) betrugen überhaupt nur 0,96 % vom gesamten Einnahmenkuchen.

Erst als im Jahr 2011 der Anteil schon merkbar angestiegen war, hatte ich mich dann aber doch dazu entschlossen für die mobile Kundengruppe etwas zu unternehmen. Besser als eine rein mobile Webseite erschien mir damals die Möglichkeit ein responsive Design zu entwickeln, das ich dann im April 2012 online brachte.

2012: Mit Responsive Design der "Turnaround"

Ein kurzer Blick in die Statistik ließ zumindest erwarten, dass hier auch Geld zu verdienen sein könnte, wenn die mobilen Nutzer ein passenderes Angebot (also ohne mit den Fingern ständig hinein und heraus zoomen zu müssen) vorfinden würden. Außerdem gab es von Google Adsense die entsprechende Möglichkeit auch mobile Werbeformate einzubinden.

Aus der Statistik meiner Webseite konnte ich diese Daten entnehmen:

  • 2010
    • Anteil mobiler Nutzer: 1,68 %
    • Anteil der Werbeeinnahmen von mobilen Nutzern: 0,96 %
  • 2011
    • Anteil mobiler Nutzer: 6,24 %
    • Anteil der Werbeeinnahmen von mobilen Nutzern: 5,84 %
  • 2012
    • Anteil mobiler Nutzer: 15,12 %
    • Anteil der Werbeeinanhmen von mobilen Nutzern: 8,93 %

Bei näherer Betrachtung der Statstik war auch gleich bemerkbar, dass die mobilen Nutzer insbesondere nach dem Relaunch, bei dem ich das ganze System als responsive Webdesign umgesetzt hatte, anzog. Natürlich gehört dazu auch diese Feststellung: Die Zahl der mobilen Nutzer im Internet zog insgesamt kräftig an, somit liegt es sicher nicht nur am Responsive Design der Seite, dass die mobilen Nutzer einen immer höheren Anteil daran hatten.

Über das Jahr gesehen verdoppelte sich der Anteil der mobilen Nutzer aber immerhin von 9,40 % im Jänner auf 20,71 % im Dezember 2012. Ihr Anteil an Werbeeinnahmen stiegt im gleichen Zeitraum von 5,76 % auf 16,18 %. Besonders bemerkenswert war dabei das 2. Halbjahr, als sich also das responsive Design auch im Netz "durchgesprochen" hatte und die mobilen Werbeformen wirklich gut zum Einsatz kamen.

Erst zu diesem Zeipunkt stieg auch der tatsächliche Anteil der Einnahmen von mobilen Anwendern auf meiner Webseite in einem Ausmaß, das den tatsächlichen Nutzern gleich kam. Trotzdem stelle ich nach dieser Analysie fest, dass die mobilen Nutzer weniger Einnahmen bringen, als die Nutzer am Desktop. Das liegt übrigens nicht an schlechter bezahlten Werbeformen, sondern an einer Tatsache:

Von allen Klicks im Jahr 2012 waren nur 7,36 % von mobilen Nutzern und 92,64 % von Desktop-Anwendern. Dagegen sprachen die Werbeeinahmen der mobilen Nutzer sogar für einen höheren Ertrag als bei den Desktop-Anwendern - somit brachten die mobilen Nutzer einen durchschnittlich höheren Ertrag pro Klick als die Desktop-User.

Vergleich zwischen Klicks und Einnahmen 2012

  • Desktop-Nutzer
    • 92,64 % der Klicks
    • 91,07 % der Einnahmen
  • Mobile Nutzer
    • 7,36 % der Klicks
    • 8,93 % der Einnahmen

Daraus lässt sich schließen, dass die mobile Kundschaft durchaus so viel wert ist, wie die "Desktop"-Nutzer. Für alle die eine Webseite darauf aufbauen, dass Sie mit Programmen wie Google Adsense (es gibt ja noch Alternativen zu Google Adsense) Einnahmen lukrieren, wäre also ein responsive Webdesign zu empfehlen.

Update 2013-09: Die Statistik ist neu ausgewertet und zeigt ein erstaunliches Ergebnis: Tablet-Nutzer sind die eigentliche Cash-Cow!

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